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Unsere Lage


Hausgeschichte


Die Geschichte unseres Hauses reicht bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück. 1748 hat der deutsche Maler Johann Alexander Thiele einen Blick vom Berg Oybin auf die Stadt Zittau auf Leinwand gemalt. Auf diesem Gemälde ist in der Ferne unser Haus zu sehen.


In dem Gebiet, in dem sich das Haus befindet, befand sich vor dem 18. Jahrhundert ein Teich, in dem Fische für den Kaiser gezüchtet wurden. Auf alten Karten ist ein großer Damm zu sehen, der die Existenz des Teiches bestätigt. In der Chronik "Burg, Coelestinerkloster und Dorf Oybin bei Zittau" von Alfred Moschkau ist das Jahr 1708 als Baujahr aller Häuser am sogenannten alten Teich verzeichnet. In unserem Keller ist die Jahreszahl 1768 in den Fels geritzt, wobei die Zahl 6 so geschrieben ist, dass man sie als 0 erkennen kann.

Das ursprüngliche Haus war ein Umgebindehaus. So, wie es in seiner unmittelbaren Umgebung sowohl auf der Nord- als auch auf der Südseite gebaut wurde. Der erste Besitzer des Hauses, deren Informationen gefunden wurden, war die Familie Stürmer. Es ist nicht bekannt, ob sie der Erbauer und erste Bewohner des Hauses war. Eine Erwähnung der Stürmers findet sich in den "Zittauer Nachrichten" vom 4. Mai 1859. Nach dem Tod des Seniorchefs der Familie Stürmer beschlossen seine Erben, das geerbte Haus zusammen mit dem angrenzenden Land zu verkaufen.

Es ist nicht bekannt, ob am 9. Mai 1859 jemand, der das Haus besichtigte, am Kauf des Hauses interessiert war. Sicher ist, dass der Verkauf vor 1870 stattfand. Neuer Eigentümer des Hauses Hindenburgstraße 29 wurde die Familie Weber.

Am 2. März 1889 ereignete sich im Hause Weber eine Tragödie. Im Morgengrauen ging das Haus des Maurers aus unbekannten Gründen in Flammen auf. Außer den Webers wohnten noch ein Bergmann namens Stoy, der in der Olbersdorfer Braunkohlengrube arbeitete, mit ihren 12 Kindern in dem an das Hauptgebäude angrenzende "kleinere Haus". Das Haus brannte samt Inventar bis auf die Grundmauern nieder. Glücklicherweise kam niemand bei dem Brand ums Leben. Leider war das Haus Weber nicht versichert.

Im Mai 1890 begann der Maurer Gustav Weber mit dem Bau eines neuen, größeren Hauses auf den Fundamenten des alten Umgebindehauses. Laut Oybin-Register von 1902 wohnte die Familie Weber noch immer in dem Haus Hindenburgstraße 29. Vier Jahre später, 1906, weist das Register neben der Familie Weber auch den Schreiber Alwin Bartsch aus. Gustav Weber starb um 1908. Die Volkszählung von 1910 weist seine Frau Auguste Weber aus, die zu dieser Zeit als Flaschenbierverkäuferin tätig war; ihr Sohn Adolf Weber war Bergmann im Olbersdorfer Braunkohlebergwerk. Neben den Webers wohnten auch Hermann Lange, der in Zittau in der Bautzener Straße ein Fotoatelier betrieb, und Pauline Zimmermann, eine Fabrikarbeiterin, im Haus.

Im Jahr 1910 machte der 48-jährige Hermann Lange ein Familienfoto vor dem Haus, in dem er damals wohnte. Das Foto zeigt zwei erwachsene Frauen mit ihren Kindern und einen älteren Mann beim Verlassen des Hauses, der zufällig im Bild festgehalten wird.


Zwischen 1920 und 1926 stirbt Auguste Weber und die Familie Feurich zieht in das Haus ein. Im Einwohnerverzeichnis von Oybin von 1926 sind der Bauunternehmer Ewald Feurich, der Fabrikarbeiter Hermann Feurich und die Arbeiterin Martha Feurich, wahrscheinlich Ewalds Frau, aufgeführt.

Im Jahr 1931 weist die Volkszählung der Einwohner des Ortes unter der angegebenen Adresse den Erdarbeiter Ewald Feurich, den Erdarbeiter Hermann Feurich, die Weberin Martha Feurich und den 22-jährigen Maurer Paul Feurich, den Sohn von Ewald und Martha, aus. In der Liste finden wir auch den 69-jährigen Fotografen Hermann Lange und die 53-jährige Emma Weber, Stieftochter des Uhrmachers Franz Weber, der wahrscheinlich der Bruder von Justinus Weber war. Franz Weber schuf den Prototyp der Kamera, die “Camera Obscura", auf dem Berg Oybin. Seine Tochter Emma, die Näherin war, führte die "Camera Obscura" von 1911 bis 1965.

In den 1930er Jahren macht die Familie Lange ein Erinnerungsfoto im Garten.


Mitte der 1930er Jahre heiratet Paul Feurich ein Mädchen namens Maria, die 1937 ihr einziges Kind, einen Sohn Helmut, zur Welt bringt. Helmut ist 2 Jahre alt, als sein 30-jähriger Vater kurz nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zur Wehrmacht eingezogen wird.


Nach dem Krieg lebt Helmut mit seiner Mutter Maria allein im Haus. Die Feurichs vermieten einen Teil des Hauses. In den 1970er Jahren ertrinkt Maria im nahe gelegenen flachen Goldbach. Wenige Jahre später heiratete ihr Sohn und zeugte Nachkommen.

Um die Jahrtausendwende siedelte die Familie nach Westdeutschland über und das Haus stand 10 Jahre lang leer und verfiel.

Im Jahr 2010 kam das Haus in unsere Hände und nach einer kompletten Renovierung drei Jahre später, eröffneten wir hier 2013 unser Gästehaus.
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